Am Mittwoch, 14. Oktober 2009 besuchte unser Apostel Franz-Wilhlem Otten die Gemeinde.
Unser Apostel diente uns mit dem Textwort aus Offenbarung 3, 15 und 16: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
Weise mir Herr Deinen Weg
Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied "Herr, sei mir gnädig" in dem es heisst: "Weise mir Herr Deinen Weg". Auf dieses Lied ging unser Apostel in seiner Predigt zunächst ein. Apostel Otten betonte, dass Gott den Weg für jeden Menschen legt. Man solle sich für diesen Weg entscheiden. Leider gelingt es uns nicht immer diesen Weg konsequent zu gehen, da wir alle sündigen. Wir sollen uns aber dann nicht fallen lassen, sondern Gott um die erneute Wegweisung bitten.
Warnung vor der Lauheit
Nun ging Apostel Otten auf das Textwort ein und führte aus, dass das Wort "warm" im Bibelwort bedeute, voller Zuwendung zum Herrn zu sein und im Einsein mit ihm zu stehen. Das sei aus göttlicher Sicht erstrebenswert. Aber wenn der Herr sagt: „Lieber kalt sein“ als in den Zustand der Lauheit zu verfallen, so könne man darüber zunächst erst einmal erstaunt sein. Wenn man kalt ist für den Herrn, sei das nicht schön. Aber aus der Kälte kann Wärme werden. Apostel Otten beschrieb den Zustand "lau" am Beispiel eines Wassertropfens. Ein heißer Wassertropfen kühlt ohne Energiezufuhr ab und wird lau. Er übertrug dies und machte klar, dass wir in unserem Glaubensleben ohne Energiezufuhr schnell abkühlen und in den Zustand der Lauheit abgleiten.
Als Energiezufuhr nannte der Apostel das Wort und die Gnade Gottes. Durch diese haben wir die Chance, wieder Wärme zu entfalten. Er fügte an, dass auch aus dem Zustand der Kälte durch das Wort und die Gnade Gottes wieder Wärme entsteht. Zusätzlich zum Wort und zur Gnade sprach der Apostel das heilige Abendmahl an, das für unsere Seelen die wichtigste Energiezufuhr ist.
Welchen Trend hat unsere Erkenntnis?
Den Prozess des Aufwärmens oder Abkühlens bezeichnete Apostel Otten als einen Trend. Ziel solle ein positiver Trend sein. Er schloss in seinen Ausführungen den Kreis zu dem zu Beginn des Gottesdienstes angesprochenen Liedvortrag des Chores. Um einen positiven Trend zu erreichen, sollen wir uns nach Gottes Weg ausrichten. Einen positiven Trend bewirken auch die Mitarbeit, die Opferbereitschaft, aber auch ein reges Gebetsleben. Möge jeder in seinem Herzen einen positiven Trend spüren, dann kann der Herr kommen und sein Werk vollenden, so der Apostel.
Ein neuer Priester für die Gemeinde Mechernich
Am Ende des Gottesdienstes bestätigte der Apostel den Priester Ehrenfried Wiernicki aus der Gemeinde Euskirchen für die Gemeinde Mechernich. Priester Wiernicki wird zukünftig gemeinsam mit seiner Frau Cornelia die Gottesdienste in Mechernich besuchen und in der Gemeinde als Priester tätig sein. Apostel Otten gab ihm dazu ein Bibelwort aus Philemon 4-6 mit auf den Weg: „Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich deiner gedenke in meinen Gebeten denn ich höre von der Liebe und dem Glauben, die du hast an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen, dass der Glaube, den wir miteinander haben, in dir kräftig werde in Erkenntnis all des Guten, das wir haben, in Christus."
Im Anschluss an den Gottesdienst rief der Apostel den Priester i.R. Burkhardt aus der Gemeinde Bonn-Nordwest (Duisdorf) an den Altar. Obwohl Priester Burkhardt bereits vor über einen Jahr altersbedingt in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat er bis heute die in der gesamten Eifel verstreut lebenden alten und kranken Gemeindemitglieder aus der Gemeinde Mechernich besucht. Er hat ihnen regelmäßig das Heilige Abendmahl gebracht und sie seelsorgerisch betreut. Dabei hat er weite Wege zurückgelegt. Der Apostel dankte ihm für diese aufopferungsvolle Arbeit und entband ihn von dieser Aufgabe. Im Auftrag der Gemeinde überreichte der Gemeindevorsteher Klaus Jülich Priester Burkhardt einen Blumenstrauss als "Dankeschön".
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