Bonn. Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. In den Gottesdiensten am Mittwoch- und Donnerstagabend stand in vielen Gebeten der Dank für den Frieden im Mittelpunkt – und die Bitte um wachsenden Frieden in der Welt.
Der 8. Mai 1945 markiert mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Für viele Menschen war dies der Beginn eines Neuanfangs. In seiner Rede 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes sagte Bundespräsident Richard von Weizsäcker: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung – von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“ Diese Einordnung prägt bis heute das öffentliche Gedenken.
Der Zweite Weltkrieg forderte schätzungsweise bis zu 60 Millionen Todesopfer – Soldaten und Zivilisten. Sechs Millionen Juden wurden deportiert und in Konzentrationslagern auf grausame Weise umgebracht. Unzählige Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Sinti und Roma, politische Gegner und andere wurden diskriminiert, ausgegrenzt und getötet. Millionen Menschen verloren durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat.
Tag der Erinnerung und Verantwortung
Der 8. Mai steht für das Ende von Krieg und Diktatur in Deutschland – und für die Verpflichtung, Lehren aus der Geschichte zu ziehen. „Vor dem Hintergrund aktueller Konflikte, auch in Europa, erinnert er daran, wie wichtig Frieden, Rechtsstaatlichkeit und internationale Zusammenarbeit sind“, so Bezirksapostel Stefan Pöschel, Leiter der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland.
Die Kirchen in Deutschland begehen den Tag der Erinnerung und Verantwortung mit Andachten und ökumenischen Veranstaltungen. Auch in vielen neuapostolischen Gottesdiensten am 7. und 8. Mai 2025 war der 80. Jahrestag des Weltkriegsendes Thema.
Gott ist treu
Thema in den Gottesdiensten war das Bibelwort aus 1. Korinther 10,13b: "Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt."
Die Gottesdienst-Leiter dankten schon in den Eingangsgebeten dafür, dass die Menschen in Deutschland und Zentraleuropa seit acht Jahrzehnten im äußeren Frieden leben können. Zudem stand die Bitte um wachsenden Frieden weltweit im Mittelpunkt. Auch heute erleben Menschen weltweit Krieg, Gewalt und Vertreibung. In den Predigten wurde daran erinnert, dass Gott treu bleibt – auch in Zeiten der Unsicherheit.
„Wir wollen ihm auch treu bleiben und weiterhin dem Bösen entsagen, was auch bedeutet, gegen Gewalt, Ausgrenzung und Ablehnung anderer Menschen gleich welcher Herkunft und Lebenssituation aktiv Stellung zu beziehen“, so Bezirksapostel Pöschel. Jesus Christus werde nach der ersten Auferstehung das Friedensreich auf Erden aufrichten, an dessen Ende das Böse für immer seine Macht verliert. Aufgabe der Gläubigen sei es, zum Frieden im unmittelbaren Lebensumfeld beizutragen.
In der Vorbereitung auf die Freisprache und das Heilige Abendmahl wurde in vielen Gottesdiensten an das Bibelwort aus Johannes 14,27 erinnert: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich, wie die Welt gibt. Euer Herz erschreckte nicht und fürchte sich nicht.“
Kriegsgräberfriedhof in Arnheim
9. Mai 2025
Text:
F. Schuldt
Fotos:
F. Schuldt
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