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Segensspendung zur Diamantenen Hochzeit am Palmsonntag in Brühl

 

Am 29. März 2026 hielt Bischof Rainer Sommer den Gottesdienst zu Palmsonntag in der Gemeinde Brühl/Rhein-Erft. In diesem Gottesdienst erhielten Gisela und Dieter Marks den Segen zur Diamantenen Hochzeit, dem sechzigsten Jahrestag ihrer Eheschließung.

Als Grundlage des Gottesdienstes diente Lukas 19, 36 - 37: "Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten."

Nach der Verlesung des Bibelwortes spielte ein Ensemble aus Streichern und Piano das Lied "Wort des Lebens, laut're Quelle" (Nr. 183b) aus dem Neuapostolischen Gesangbuch. Bischof Rainer Sommer ging zu Beginn seiner Predigt auf dieses Lied ein. Er sagte, dass das "Wort des Lebens" nicht leicht anzunehmen sei, wenn Gottes Wort dem eigenen Willen entgegenstehe. Es gelte zu lernen, sich auf Gott zu verlassen. Er werde nicht aufhören, einen jeden zu begleiten.

Es folgte eine Lesung der Verse 1 bis 11 aus dem Kapitel 11 des Markusevangeliums. In diesem Bibelabschnitt wird auf das Palmsonntagsgeschehen eingegangen, als Jesus auf einem Esel nach Jerusalem ritt und vom Volk dort wie ein König empfangen wurde. Abgerundet wurde die Lesung durch den Orgelvortrag des Liedes "Sieh dein König kommt zu dir".

Der Bischof stellte die spektakulären Palmsonntagsgeschehnisse heraus, bei denen die Jünger, bevor und damit Jesus in die Stadt Jerusalem einreiten konnte, ein noch unberittenes Eselfüllen organisieren mussten. Während seines Einzugs in Jerusalem sei Jesus wie ein König empfangen wurden. Die Menschen haben sich sogar ihre Kleider ausgezogen und mit ihnen den Weg ausgelegt. Bemerkenswert sei hierbei auch, dass der Prophet Sacharja den Einzug Jesu in die Stadt auf dem Rücken eines geborgten Jungesels bei dem das Volk komplett ausflippe, bereits gute fünfhundert Jahre zuvor vorausgesagt habe.

Hervorgehoben wurde hierbei die Rolle der Jünger Jesu. Mit ihrer eigenen Begeisterung für Jesus haben sie das Volk regelrecht angesteckt. So seien die Jünger zu Mittlern zwischen Jesus und dem Volk geworden, so dass die Menschen zu Gott haben finden können und Gott Zugang zu ihnen erhalten habe. Hier spannte der Bischof einen Bogen zum diamantenen Brautpaar. Sie haben sich für den größten Teil ihres Lebens in den Dienst der Kirche gestellt. Sie seien mit Geduld und Liebe zu Mittlern zwischen Gott und den Menschen geworden, indem sie den Menschen den "König des Friedens" näher gebracht haben.

Der Palmsonntag mit dem Einzug Jesu in Jerusalem habe bereits im Zeichen des Kreuzes gestanden. Wenige Tage später habe Jesus der Menschen wegen geweint. Am Karfreitag sei er am Kreuz gestorben, um am Sonntag aufzuerstehen. Er werde auf seinem Thron bleiben, bis er wiederkomme und einem jeden gebe, was ein jeder brauche, wie es im 23. Kapitel der Offenbarung des Johannes beschrieben sei.

Bezirksältester Günter Grams, Leiter des Bezirks Bonn, schätzt in seinem Teil der Predigt das diamantene Brautpaar des Tages wert, dass sich so lange in den Dienst des Herrn gestellt habe.

Im Anschluss an die Sündenvergebung mit der Feier des Heiligen Abendmahls empfingen Gisela und Dieter Marks den Segen zur Diamantenen Hochzeit. Eingeleitet wurde die Handlung mit dem Gesang des Liedes "Im Dienste Jesu stehen", der Nr. 383 des Neuapostolischen Gesangbuches. Bischof Rainer Sommer setze sich zu den Jubilaren und meinte, dass "im Dienste Jesu stehen" sehr gut auf das Paar zutreffe, da Dienen ihr Lebensmotto sei.

In einem kleinen Rückblick würdigte der Bischof ihre Ehe, die 1966 im heimatlichen Norddeutschland begann und die Beiden über die Provinz Nordbrabant in den Niederlanden nach Köln-Porz führte, wo Dieter Vorsteher der Gemeinde wurde und schließlich im Einzugsgebiet der Gemeinde Brühl angelangt sei, in der nun ihr Sohn Hendrik als Gemeindevorsteher tätig ist, Schwiegertochter Ramona als Diakonin mitwirkt und Gisela nach wie vor im Ordnungsdienst der Gemeinde aktiv ist. Mit großem Respekt verwies Bischof Rainer Sommer darauf, dass Dieter trotz der Krankheit, die kurz nach der Goldenen Hochzeit diagnostiziert wurde, nicht "murre". Gottvertrauen und "Senfkornglaube" seien die Stärken der beiden Eheleute, und er schlussfolgerte: „Wir verlassen uns weiter auf den Herrn!“

Nach dem Gottesdienst feierte die Gemeinde, die aufgrund der Diamantenen Hochzeit zahlreiche Gäste mit einschloss, im Anbau des Kirchengebäudes bei zahlreichen Leckereien.

29. März 2026
Text: Daniel Roy
Fotos: Pascal Reiser

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