Lange Tradition von Gemeinden, große Ausdehnung des Bezirks ↑
Die acht Kirchengemeinden des Bezirks Bonn (Stand: 2025) weisen zum Teil schon eine lange Tradition auf. Drei blicken bereits auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück: Die Gemeinde Bonn wurde 1908, die Gemeinde Troisdorf 1914 und die Gemeinde Brühl 1922 gegründet.
Geografisch dehnt sich der Kirchenbezirk über 120 Kilometer von Westen nach Osten und 35 Kilometer von Norden nach Süden aus. Neben der Bundesstadt Bonn gehören zum Bezirk der gesamte Rhein-Sieg-Kreis mit dem Siegtal, Teile des Bergischen Landes, des Kreises Euskirchen bis fast an die belgische Grenze, Teile des Rhein-Erft-Kreises, das Vorgebirge und die Voreifel.
Strukturreformen halfen, den Kirchenbezirk zukunftssicher aufzustellen ↑
Anfang 2009 erlebte der Kirchenbezirk eine Strukturreform. Die Bezirks- und Gemeindeleiter hatten gesellschaftliche und demographische Entwicklungen unter wissenschaftlicher Begleitung analysiert und waren zu dem Schluss gekommen, dass fünf der damals 17 Gemeinden in Nachbargemeinden integriert werden sollten. Leitlinie war: „Agieren statt Abwarten“. Mit der Maßnahme wurde der Kirchenbezirk Bonn für die Zukunft aufgestellt mit dem Ziel, Aktivität, Lebendigkeit und Freudigkeit auf allen Feldern der Gemeindeaktivitäten zu erhalten und zu fördern.
2019 entstand der Gedanke, die drei Bonner Stadtgemeinden (Bonn-Mitte, -Bad Godesberg und -Nordwest) miteinander zu verschmelzen, um ein lebendigeres und attraktiveres Miteinander in allen Gruppen von Gläubigen zu ermöglichen. Umgesetzt wurde das Vorhaben im Herbst 2022. Da fusionierten die drei Gemeinden zu einer, jetzt schlicht "Gemeinde Bonn" genannt.
Neubau im Zentrum Bonns: Starkes Zeichen für das Bekenntnis zu Stadt und Region ↑
Die neue, starke Einheit sollte zudem ein geräumigeres, modernes Zuhause bekommen. Kurz danach starteten die Bauarbeiten am Standort Erste Fährgasse 4, in einer der Herzkammern Bonns. Dort, an der kurzen Verbindung zwischen Rheinufer-Promenade und Hofgarten, war ein altes Kirchengebäude bereits seit 1952 genutzt worden. Bis zur Einweihung des mehr als 3,5 Mio. Euro teuren Neubaues am 29. Juni 2025 versammelten sich die Gläubigen noch in den beiden verbliebenen Bonner Kirchen, im Duisdorfer Fontainengraben 32 und der Bad Godesberger Mirbachstr. 11.
Diese verwertet nach ihrer Profanierung die NAK Immobilien GmbH (Dortmund) im Auftrag der Eigentümerin, der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland.
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