Am 28. September 2025 gestaltete das Kammerorchester Köln/Bonn den Gottesdienst in Brühl musikalisch mit.
Bereits 9:20 Uhr begannen die Vorbereitungen des Orchesters mit dem Stimmen der Instrumente, dem Einspielen und dem Vertrautmachen mit der Akustik in der Kirche.
Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Dankbarkeit und diente als Vorbereitung auf das Erntedankfest, welches die folgende Woche gefeiert wird.
Grundlage der Predigt war die biblische Geschichte von Abraham, der nach Siegen über Könige große Beute machte, diese aber nicht für sich behielt. Stattdessen gab er als Ausdruck seiner Dankbarkeit einen zehnten Teil davon ab, ohne dass dazu hätte eine Pflicht bestanden. Der größte Reichtum für Abraham war Gottes Segen, der sich für ihn darin äußerte, dass er den Willen Gottes erkennen und umsetzen konnte. Abraham wusste, dass sein Erfolg nur mit Gottes Hilfe möglich war. Äußerer Reichtum und Macht waren für ihn aber nicht wichtig.
Diese Begebenheit, so der Dienstleiter und Gemeindevorsteher Priester Hendrik Marks, zeige, dass alles, was ein jeder habe, Gabe Gottes sei. Die Dankbarkeit, die als innere Haltung aus dem Bewusstsein erwachse, dass alles Leben und alle Möglichkeiten ein Geschenk sei und eben nicht selbstverständlich, solle sich im Handeln zeigen und nicht nur in Worten. Dankbarkeit sei keine Pflicht, sondern ein Ausdruck der Liebe zu Gott.
Die vollständige Hingabe an Gott wurde als Ziel herausgestellt, wobei auf die Rolle Jesu hingewiesen wurde. Durch dessen Opfer sei es möglich, Gnade und Vergebung zu erfahren. Das Heilige Abendmahl sei als Quelle von Kraft und Stärkung Hilfe für alle Gläubigen, den Alltag nach den Grundsätzen ihres Glaubens zu gestalten. Daher solle das Heilige Abendmahl, welches im Gottesdienst gefeiert wird, nicht nur als Ritual gesehen, sondern der Wert erkannt werden.
Die Bestätigung im Glauben, in der Dankbarkeit und der Hingabe wurden durch gemeinsam mit dem Orchester gesungene Lieder oder Einzelinterpretationen des Orchesters eindrucksvoll bekräftigt.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Instrumentalisten an dem von den Gemeindemitgliedern vorbereiteten Buffet stärken. Für die Ausrichtung des Imbisses und die liebevolle Gestaltung des Nebenraumes für eine Atmosphäre zum Wohlfühlen bedankten sich die Spieler herzlich. So hatten sie wieder genug Energie für die sich anschließende gemeinsame Probestunde im Kirchenschiff.
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