Bad Honnef. Am Sonntag, den 23. November 2025 hielt Apostel Franz-Wilhelm Otten den Gottesdienst in der Gemeinde Bad-Honnef. An diesem Sonntag trat der Gemeindeleiter, Evangelist Ralf Kessel, in den Ruhestand.
Als Grundlage des Gottesdienstes verwendete der Apostel einen Bibeltext aus Epheser 3 Vers 14 und 17: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne. und ihr seid in der Liebe eingewurzelt und gegründet.“
Ein klares Ziel
Der Apostel ging auf ein chinesisches Sprichwort ein, in dem es heißt: Nur für ein Schiff, dass keinen Hafen hat, ist jeder Wind der richtige. Als Christen haben wir ein klares Ziel im Glauben und im Leben. Gott hat einen Plan: Er möchte Gemeinschaft mit den Menschen haben!
Das Evangelium Jesu Christi macht es möglich, dass jeder Mensch zu Gott kommen kann, wenn er sich dafür entscheidet und daran glaubt. „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne“, schreibt Apostel Paulus. Darum ist ein Christ beauftragt, vom Evangelium zu sprechen und auf Christus hinzuweisen.
Nach dem Sündenfall war es notwendig, die entstandene Trennung zu überwinden – Jesus Christus stellte sich dieser Aufgabe. Gott wurde in Jesus Christus Mensch und als Mensch, brachte Jesus das Opfer. Jesus zeigt im Evangelium einen völlig neuen Blick auf Gott. Aus der Kraft seiner Auferstehung, sowie aus dem Überwinden des Bösen, haben wir die Hoffnung und den Blick auf unsere eigene Auferstehung. Jesus hat in dieser Weise den Weg vorbereitet und gelegt, auf dem auch wir gehen können. Das ist das Evangelium vom Leben, vom Leiden, von der Auferstehung und vom Wiederkommen Jesu Christi. Welch eine Botschaft! Sie gilt jedem Menschen!
Das Evangelium – die frohe Botschaft
Es ist wichtig, dass diese Botschaft nicht verwässert, bei allen Nachrichten, die uns erreichen. Das Evangelium ist nicht eine Nachricht unter vielen: Es ist die Nachricht von Gott an dich und mich. Lasst uns den Glauben daran festigen, indem wir darüber sprechen.
Christus soll in uns wohnen
Paulus schreibt: "Das Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne.“ Eine Wohnung zu haben, hat etwas mit Beständigkeit zu tun. Wenn jemand irgendwo wohnt, ist er dort präsent. Christus soll im Mittelpunkt unseres Lebens stehen und in unserer Herzenswohnung präsent sein.
Wenn wir so glauben und mit ihm „zusammenleben“, ist die Liebe zu Christus eine logische Folge. Und dies ist der zweite Teil des Bibeltextes. Wir sind dann verwurzelt und gegründet als logische Folgerung. Wir schöpfen aus dieser Liebe alles, was wir brauchen. Wie die Pflanzen, die alles aus ihren Wurzeln ziehen. Die Kombination von Glauben und Liebe verändert unser Leben und hat Auswirkungen, wie:
- die Bereitschaft zur Nachfolge Jesu
- dem Nächsten zu vergeben und den Nächsten zu lieben
- Jesus zu dienen
- Sich selbst zu verleugnen - meint den eigenen Willen unter den Willen Gottes zu stellen
- Einssein im Sinne Christi und so die Einheit in der Kirche zu schaffen
Die Hände heben, um zu empfangen
In seinem Predigtbeitrag ging Evangelist Kessel auf die Begebenheit ein, bei der Josua mit dem Volk Israel vor Jericho stand und die Sorge groß war: Wie soll man die Stadt einnehmen? Das Volk hatte nicht Kampfkraft genug, nicht die Möglichkeiten und nicht die Mittel, das zu bewerkstelligen. Gott sagte zu Josua: „Sieh, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hand gegeben." vgl. Josua 6,2.
Gott hat nicht gesagt, ich werde das machen. Er sagt: „Ich habe sie in deine Hand gegeben, du brauchst eigentlich nichts zu machen.“ „Dieses Bild beschäftigt mich sehr“, so der Geistliche. „Josua musste nicht die Hände heben, um zu kämpfen. Er musste nur die Hände heben, um zu empfangen. Ein schönes Bild. Dies ist es, was ich auch in der Gemeinde hinterlassen möchte, hebt die Hände gar nicht so sehr, um euch abzukämpfen. Hebt die Hände, um zu empfangen: Gott wird geben, was wir brauchen“.
Welcher Name steht an deiner Herzenstür
In seinem Predigtbeitrag gab Bischof Sommer noch den Hinweis: „Wenn jemand bei mir wohnt, dann steht auch sein Name an der Tür“. Er stellte die Frage: „Wenn Jesus in unserem Herzen wohnt, wie der Bibeltext sagt, steht dann im übertragenen Sinn auch der Name Jesu an unserer Herzenstür, oder machen wir unseren Glauben zur Privatsache? Jeder soll an uns erkennen, hier lebt Jesus und hier ist er zuhause“.
Im Anschluss feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl
Ruhesetzung
Am Ende des Gottesdienstes rief Apostel Otten den Gemeindeleiter an den Altar um ihn in den Ruhestand zu setzen. Evangelist Ralf Kessel war 45 Jahre ehrenamtlicher Geistlicher der Neuapostolischen Kirche. Seinen ersten Amtsauftrag empfing er im Jahr 1980. Am 28. Februar 1990 ordinierte ihn Apostel Armin Brinkmann in Siegburg für den Priesterdienst. Als Vorsteher und Vertreter arbeitete er in den Gemeinden Bonn Bad-Godesberg, Bonn-Mitte, Sankt Augustin und Bad Honnef. Der Apostel dankte auch seiner Frau Iris und der gesamten Familie herzlich, die den ehrenamtlichen Dienst in den vielen Jahren begleitet und unterstützt haben.
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