Die Gemeinde Brühl feierte am Sonntag, 4. Oktober 2026 den Gottesdienst zum Erntedankfest gemeinsam mit tausenden neuapostolischen Christen. So wie in viele Gemeinden Westdeutschlands, Luxemburg, Portugal und weitere betreute Gebietskirchen in Europa und Westafrika wurde der Gottesdienst, den Stammapostel Helge Mutschler in der Aula der St.-Ursula-Realschule in Dorsten hielt, per IPTV nach Brühl übertragen.
Der Stammapostel verwendete im Gottesdienst die Bibelverse Johannes 6, 11 bis 12: „Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.“ Darauf basierend führte der Stammapostel den Zuhörenden vor Augen, dass Dankbarkeit der Beginn aller Heilung ist.
Er zeigte auf, dass Jesus selbst den kleinsten Glauben oder schwindende Kräfte ernst nehme, um daraus sein Werk zu bauen. Durch bewusste Dankbarkeit könne der Mensch die im Paradies entstandene Angst vor Mangel sowie das Konkurrenzdenken überwinden und den allmächtigen Schöpfer wieder in den Blick bekommen. Neben dem Stillen des materiellen und seelischen Hungers rief er dazu auf, als „Gärtner der Schöpfung“ achtsam mit Ressourcen umzugehen und Natur und Mitmenschen niemals wie Abfall abzuschreiben.
Auch Bezirksapostel David Heynes aus Nord-/Ostdeutschland ermutigte in seinem Mitdienen die Zuhörenden, stets das Ganze zu betrachten, Gottes Fülle zu erleben und aus dieser zu schöpfen.
Zur Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahls rief der Stammapostel noch einmal dazu auf, für alles und jeden dankbar zu sein, selbst für die eigenen Feinde, auch die habe Gott gemacht und habe sie lieb.
Nach dem gemeinsamen Schlussgebet und Segen verließ die Gemeinde Brühl die Übertragung, allerdings nicht das Kirchenschiff. Die Anwesenden setzten den im Gottesdienst verspürten Geist der Dankbarkeit vor Ort fort:
Es bedurfte nur einer kurzen Umbaupause, bis Stühle am Altarbereich aufgestellt und die Kameras ausgerichtet waren. Die anwesenden Geschwister versammelten sich sodann am Altarbereich für ein gemeinsames freudiges Gemeindegruppenfoto. Aufgrund der zwei unterschiedlichen Kamerastandorte auf der Empore sorgte die teilweise zeitgleiche Auslösung für verwirrende aber humorvolle Blickkontaktsuche.
Im Anschluss daran, wechselten die Anwesenden in den Nebenraum, um hier beim Genuss der vielfältigen mitgebrachten festlichen Speisen bei einem gemütlichen Erntedank-Brunch zu verweilen.
Als Gast kam Herr Petran von der Tafel Brühl Rheinland e.V. hinzu und dankte allen Spendern für das im Vorfeld organisierte und durchgeführte Sammeln haltbarer Lebensmittel in einem beträchtlichen Umfang. Die haltbaren Lebensmittel waren im Foyer aufgebaut und auch die Dekoration am Altar aus frischem Obst und Gemüse war für die Brühler Tafel bestimmt. Nach den netten Worten für die damit geleistete wichtige Unterstützung Bedürftiger und dem zurückgegebenen Dank für die Arbeit der Mitarbeiter der Tafel durch den Gemeindevorsteher, halfen ein paar fleißige Hände beim Einräumen der Lebensmittel in Kisten und beim Einladen in den Transporter der Tafel Brühl Rheinland e.V.
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