Am Sonntag, 10. Februar 2019 waren die Kinder des Religions- und Konfirmandenunterrichtes aus dem Bezirk Bonn zu dem monatlich in unterschiedlichen Kirchengemeinden stattfindenden KiGo 10-14 in die NAK Brühl eingeladen. Diesen Gottesdienst für die Gemeindemitglieder und die Kinder konnten auch einige kranke Glaubensgeschwister über eine Telefonübertragung miterleben.
Priester Jochen Schmitz begrüßte zu Beginn alle Anwesenden und die am Telefon den Gottesdienst verfolgenden Glaubensgeschwister. Bevor er seine Predigt begann, holte er alle anwesenden Kinder an den Altar, um für Willi Conrads ein Geburtstagsständchen zu singen. Auch der zur Grundlage dienende Bibelvers 3 aus dem 3. Kapitel des Markusevangeliums berichtet von einem Kranken: "Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: Steh auf und tritt in die Mitte!"
Zur Verdeutlichung holte sich Priester Schmitz Mika Franz an den Altar, der vorher mit einem verbundenen Handschuh ausgestattet wurde, um vor Augen zu führen, dass der Mensch diese Hand nicht benutzen konnte. Jesus heilte nach den Erzählungen der Evangelien diesen Mensch an einem Sabbat. Daran nahmen die Schriftgelehrten zur damaligen Zeit Anstoß und empörten sich. Die Heiligkeit des Feiertags ist damit nach christlichem Verständnis nicht gestört, da der Lohn dafür kein Geld ist, sondern Errettung und ein gutes Gefühl für Beide.
Priester Jochen Schmitz erklärte das gute Gefühl der Sicherheit, gegenseitiger Hilfe und Geborgenheit am Beispiel von Pinguinen, die in ihrer großen Herde mit kleinen Dippelschritten im Kreis umeinander herumgehen und durchweg die Positionen tauschen, so dass jeder einmal in der Mitte steht und von den ihn umringenden Tieren gewärmt wird.
Ein jeder kann solidarisch sein und Menschen um sich herum helfen und anderen Menschen das Gefühl von Sicherheit und Zusammenhalt geben. Priester Jochen Schmitz nannte erneut ein Beispiel aus der Tierwelt: Elefanten stellen sich bei Gefahr in einen Kreis und nehmen schwache und junge Tiere in ihre Mitte.
Hinleitend auf die Feier des Heiligen Abendmahls lenkte Priester Thorsten Knipp den Blick auf das gemeinsame Glaubensziel: Das Wiederkommen von Jesus Christus und das Zusichnehmen aller, die auf sein Kommen hofften und zubereitet wurden (9. Glaubensartikel).
Der Herr Jesus nehme beim Heiligen Abendmahl einen jeden in die Mitte und löse die Sünden auf. Für Christen sei die Mitte der Altar Gottes, an dem man sich aufgenommen und wohl fühlt und Schmerzen und Sorgen gelindert werden. Wer als Christ erkennt, dass jemand um ihn herum Probleme im Leben habe, könne sich diesem Menschen zuwenden, ihn besuchen oder zu sich nehmen und für ihn da sein, denn das löse Freude aus.
Im Anschluss an den Gottesdienst war ein kleiner Brunch vorbereitet, an dem sich die Gottesdienstbesucher stärken konnten. Die Konfirmanden trafen sich im Anschluss zu ihrem Unterricht, in dem sie den 9. Glaubensartikel besprachen.
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