Am 12.01.2022 besucht Bischof Rainer Sommer die Gemeinde Troisdorf zum Abendgottesdienst und versetzte Diakon Wilfried Boos am Ende des Gottesdienstes in den Ruhestand
Bischof Sommer feierte den Wochengottesdienst in der Gemeinde Troisdorf und legte der Predigt den Bibeltext „Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott: würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund.“ (Psalm 44,21 und 22) zugrunde.
Zu Beginn der Predigt hob der Bischof, aufgrund des Eingangslied „Näher mein Gott zu Dir“ hervor, wie wichtig und wohltuhend die Nähe zu Gott ist.
In Psalm 44 wird das Leiden der Unschuldigen thematisiert. Das Leid, das das Volk auszuhalten hat, beruht nicht darauf, dass es Böses getan hat; es lässt sich nicht erklären. Die Hinwendung der unschuldig Leidenden zu Gott, die Bitte um Hilfe, zeigt, dass selbst in einer Situation, in der das Gefühl besteht, von Gott verlassen worden zu sein, auf die Hilfe und Treue Gottes zu seinem Bund vertraut wird.
Die Kernaussage der Predigt war:“ Wir zweifeln nicht an Gottes Treue zu uns, selbst dann, wenn wir seine Wege nicht immer verstehen.“
- Wir können nicht alle Zulassungen Gottes verstehen.
- Erfahrenes Leid ist nicht die Strafe Gottes.
- Jesus Christus teilt das Leid der Menschen und hat die Voraussetzungen zu dessen Beseitigung durch sein Opfer geschaffen.
- Gott hat durch die Opfertat Jesu seine Treue und Liebe zu den Menschen bewiesen.
Nach der Freisprache der Sünden und der Feier des heiligen Abendmahl, versetzte der Bischof im Auftrag des zuständigen Apostels Franz-Wilhelm Otten, Diakon Wilfried (Willy) Boos, nach 31 Jahren in den etwas vorzeitigen Ruhestand. „Du warst immer dabei und hast nicht gejammert. Du hast angepackt und zwar egal was Du gemacht hast. Und Deine Frau hat Dich immer unterstützt“, sagte der Bischof unter anderem. Außerdem zitierte er Mitbrüder, die gemeinsam mit dem Diakon in verschiedenen Gemeinden gearbeitet haben und bedankte sich bei Wilfried Boos herzlich.
Nachdem der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet wurde, konnten sich die Gottesdienstteilnehmer nach dem Schlusslied „mit Abstand“ von Ihrem langjährigen Diakon und seiner Frau verabschieden.
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