Apostel Otten besuchte am 22. August 2024 die Gemeinde Euskirchen. Als Grundlage des Gottesdienstes wurde die Bibelstelle aus Galater 6, 2 verwendet: „Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“
Apostel Otten führte aus, was „Gottesdienst“ bedeutet: Gott dient uns! Aus dem Glauben heraus, dass uns die Predigt im GD erbaut, wollen wir die Worte aus dem Gottesdienst nicht zerpflücken oder kommentieren, sondern ernst nehmen.
Einer trage des anderen Last
Mit Blick auf das Textwort verwies der Apostel auf das Gesetz Christi: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (vgl. Matthäus 22, 37-40).
Einer trage des anderen Last, dies ist eine Aufgabe der Gemeinschaft. Last behindert, z.B. durch Unglück und Leid Jesus brachte das Opfer für alle Menschen – der Mensch folgt ihm nach und nimmt einen Teil der Last auf sich, wie einst Simon von Kyrene der Jesus half das Kreuz zu tragen.
Wir wollen die Last des Anderen mit einem „warmen Herzen“ wahrnehmen, dafür in der Fürbitte eintreten und, wenn möglich, auch helfen. Das Lieben und Dienen in der Gemeinschaft erfordert Zuwendung, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.
Wir wollen die Last des Anderen nicht noch erhöhen - hinterher kann man leicht sagen, was man besser hätte machen können.
Auch Unvollkommenheit kann zu einer Last werden.
Man kann sich eine Last auferlegen, wenn man es als schwierig empfindet, weil alle anders sind als ich. Der Appell des Apostels lautete: der Nächste soll nicht sein wie ich! Wir ertragen die Andersartigkeit und sehen darin den Mehrwert für die Gemeinschaft
Man kann eine Last in der Gemeinschaft empfinden. Der Rat des Apostels lautete, das Verständnis füreinander auszuprägen. Weil wir alle unterschiedlich sind, sollte man zuweilen, statt zu kommentieren, mehr respektieren, nämlich dass der Andere einen Grund haben wird, dies genau anders zu machen.
Man dürfe sich auch einmal Gedanken darüber machen, dass es einige immer wieder ermöglichen, dass Gemeinschaft in Gottesdiensten und Abendmahl stattfinden kann und solle auch selten Teilnehmende aufrufen, mitzumachen, um diese Gemeinschaft zu ermöglichen
Bischof Sommer diente mit und bereitete die Gemeinde auf die Sündenvergebung vor.
Heilige Versiegelung
Bevor die Gemeinde das Heilige Abendmahl feierte erfolgte an einem Kleinkind und einer erwachsenen Person die Spendung des Heiligen Geistes – eines der drei Sakramente der Neuapostolischen Kirche.
Zurruhesetzung
Im Anschluss erfolgte die Ruhesetzung von Diakon Hartmut Hain, der 11 Jahr in Euskirchen und insgesamt 42 Jahre in diesem Amtsauftrag tätig war. Der Gemeindevorsteher dankte ihm und seiner Ehefrau im Namen der Gemeinde für dieses langjährige Geschenk der Mitarbeit und Zusammenarbeit.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet.
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