Am 19. Januar 2025 waren die Kinder im Alter von 10-14 Jahren mit ihren Betreuern zum ersten gemeinsamen Gottesdienst nach Bonn in der Kirche im Fontainengraben eingeladen.
Priester Matthias Brunschede feierte den Gottesdienst, der unter dem Jahresmotto stand: „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“
Der Geistliche verwendete als Grundlage den Bibeltext aus Galater 6, 9-10: "Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun; denn wenn wir darin nicht nachlassen, werden wir ernten, sobald die Zeit dafür gekommen ist. Deshalb wollen wir, solange wir noch Zeit haben, allen Menschen Gutes tun, besonders aber denen, die mit uns im Glauben verbunden sind."
Um uns mit der Thematik vertraut zu machen, beschäftigten wir uns zuerst mit dem Gleichnis des barmherzigen Samariters. Dazu wurden in einem Rollenspiel die unterschiedlichen Perspektiven, die des Opfers, die des Priesters und die des Samariters, beschrieben.
Opfer: Oh mein Gott, es war einfach furchtbar. Ich war so geschockt, als ich überfallen wurde. Männer mit verhüllten Gesichtern schlugen mich zu Boden und sie hörten einfach nicht auf mich zu schlagen und zu treten. Ich hatte solch unglaubliche Schmerzen. Ich flehte sie an aufzuhören, aber sie schlugen weiter und raubten mich aus. Ich hatte Todesangst und dachte ich müsste sterben, es war so furchtbar.
Ich war zunächst so froh und dachte Gott sei Dank, da kommt jemand um mir zu helfen. Ich konnte nur noch wimmern und habe um Hilfe gefleht, aber der Priester ging einfach vorbei.
Priester: Nun wissen sie, der Mann war voller Blut und ich auf dem Weg zu meinem Dienst im Tempel. Ich darf mich von Berufswegen nicht schmutzig machen…außerdem hatte ich kein Verbandszeug dabei…ich hatte nicht viel Zeit, es war sehr knapp, ich darf natürlich auch nicht zu spät kommen… und woher sollte ich wissen, ob die Räuber nicht noch irgendwo lauerten?
Samariter: Ich habe gar nicht viel nachgedacht. Ich habe den Mann, der stöhnend und blutverschmiert am Straßenrand lag gesehen und konnte nicht anders, ich musste im helfen…, außerdem wäre ich froh, wenn mir in solch einer schlimmen Lage auch jemand geholfen hätte…
Nach dem Vortrag stellten wir uns die Fragen:
- Wo braucht jemand Hilfe?
- Wie/Wann kann ich helfen?
- Was könnte mich abhalten?
Letzteres, aufgeschrieben auf einem Zettel, sollte keine Hilfe sein, um Ausreden zu finden, sondern Anhalt um bewusst dagegen zu steuern.
Eine Hilfe für den Nächsten zu sein ist Auftrag aus dem Evangelium und ist an jeden Menschen gerichtet: „Es ist Zeit, Gutes zu tun!“ - JETZT!
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