Am Sonntag, den 17. August 2025 besuchte Apostel Franz-Wilhelm Otten die Gemeinde Euskirchen. In diesem Gottesdienst wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet.
Als Grundlage für die Predigt verwendete der Apostel den Bibeltext aus Habakuk 2 Vers 20: „Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!“
Gott wird es: Wohlmachen! - Wohl machen?
Der Apostel drückte zunächst seine Freude aus um die Gemeinschaft und Gemeinde, die man an diesem Sonntagvormittag in Euskirchen bildet. Die Gemeinde hat einen Trauerfall zu beklagen und auf der anderen Seite empfängt eine Seele das Sakrament der Heiligen Versiegelung, was für eine Freude. Wenn Christen sich zum Gottesdienst versammeln, kommt vielles zusammen.
Der Geistliche legte der Gemeinde das Wort aus Psalm 37, 5 ans Herz: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen“, und weil manches nicht so schnell geht, steht zwei Verse weiter: „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.“ Wir wollen uns bewusst dazu entscheiden, alles in die Hände Gottes zu legen und Geduld haben.
Jesus Christus ist der Herr in seiner Kirche
Der Blick in die Umgebung hat den Propheten Habakuk dazu bewogen den Bibeltext auszusprechen. Er sah die Völker um Israel herum und die Götter, die es dort gab. Ob hölzern oder aus Stein sie wurden angebetet und es hat nichts bewirkt. Er arbeitet den Unterschied zu dem Gott Israels klar heraus und sagt dann: „Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel.“
Das ist ein Hinweis für uns. Die Menschen legen heute viele Schwerpunkte, ja man kann schon sagen vergöttern Dinge, die nichts mit Gott zu tun haben. Jesus Christus ist der Herr im Neuen Testament, er ist der Herr der Kirche Christi.
Die Kirche Christi ist gegründet durch die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Durch die Menschwerdung, sein Opfer und seine Auferstehung, gründete Jesus die Kirche Christi. Er hat als Mensch ohne Sünde gelebt und konnte daher Auferstehen und hat durch das Evangelium die Grundlagen für seine Kirche gegeben.
Diese Kirche hat einen einzigen Existenzgrund: Den Menschen die Gemeinschaft mit Gott und Jesus Christus zu ermöglichen!
Vor Gott soll es stille werden
Vor dem Handel Jesu Christi, muss alles Irdische zum Schweigen kommen. Das sagt der zweite Teil des Textwortes: „Es sei stille vor ihm alle Welt!“. Was bedeutet das?
1. Mit dem Blick auf uns, bedeutet es Ehrfurcht zu haben vor der Dimension und dem Handeln Gottes. Wir können nicht vor Gott prahlen wer wir sind, was wir gemacht haben, oder Dinge verlangen. Stille vor Gott sein heißt auch, ihm keine Vorwürfe zu machen, ihm nicht unseren Willen aufzudrängen.
2. Es bedeutet, dass wir Stille bewusst in uns herbeiführen. Es ist laut um uns herum. Die Angebote sind endlos, ebenso wie die Informationen, mit denen wir beschallt werden. Stille zu sein vor Gott, bedeutet im einem lauten Umfeld Stille zu suchen.
3. Es bedeutet auch, dass uns die natürlichen Sorgen nicht von unserem Heil abbringen können.
4. Es bedeutet weiter, wenn uns Vorwürfe gemacht werden von Satan, von anderen Menschen, oder von uns selbst, dann tritt Jesus Christus vor uns und sagt: Ich habe dich lieb, ich habe für dich das Opfer gebracht, keiner kann und darf dir Vorwürfe machen.
5. Es meint weiter, dass ein Bewusstsein für alles was durch den freien Willen des Menschen auf dieser Erde geschieht, nicht die Vollendung des Evangeliums beeinflussen kann.
Jesus ist ein Freund, der uns beisteht
In seiner Co-Predigt führte der Vorsteher, Evangelist Uwe Ernst aus, dass wir als Christen nur einen Freund haben können, Jesus Christus. In einem Lied heißt es: „Meine Seele ist stille zu Gott!“, aber manchmal ist es laut um uns, wir selbst reden immer weiter auf Gott ein, dass wir gar nicht wahrnehmen, dass Gott schon hilft. Gönn dir hier und da noch ein wenig mehr Ruhe um in dich hineinzuhören, mit Gott zu reden und wahrzunehmen das er hilft und das er uns immer wieder ins Herz legt: „Sei du stille ich kümmer mich um dich!“
Nach dem gemeinsamen Gebet „Unser Vater“ und der Sündenvergebung empfing zunächst ein Kleinkind das Sakrament der Heiligen Versiegung. Im Anschluss feiert die Gemeinde das Heilige Abendmahl bevor der Apostel den Gottesdienst mit Gebet uns Segen beendete.
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