Am Sonntag, 31.03.2019 erlebte die Gemeinde Brühl den Gottesdienst gemeinsam mit den Konfirmationsjubilaren des Bezirkes Bonn.
Zu Beginn des Gottesdienstes äußerte der Bischof seine Freude darüber, dass diejenigen, die vor 25, 50 und sogar 60 Jahren am Altar standen und konfirmiert wurden, der Einladung zu diesem Gottesdienst nach Brühl gefolgt sind. Gott lade zu den Gottesdiensten ein. Es sei ein Gnadengeschenk, auf das niemand einen Anspruch habe. Gott möchte den Gotteskindern mit seiner unendlichen Liebe und Größe dienen.
Diesen besonderen Gottesdienst stützte Bischof Ralf Flore auf den Bibelvers aus Johannes 13, 7, in dem es heißt: „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.“
Das Textwort entstammt aus der Begebenheit der Fußwaschung und sei der Beginn der sogenannten Abschiedsreden Jesu‘s. Petrus habe Jesu‘s Verhalten nicht verstanden. Das vollständige Verstehen von Jesu und Gott sei nach Bischof Ralf Flore auch nicht wichtig, da der Glaube entscheidend sei. Petrus wollte Jesus von seinem Handeln abbringen und nach den Erklärungen, die Jesus ihm gegeben habe, vorschreiben, was er tun soll, da nur das für ihn logisch erschien. Gott behalte jedoch - damals wie heute - den Überblick über das Ganze. Gott erfülle nicht alle Bitten, die an ihn herangetragen werden. Wenn seine Kinder ihm aber treu bleiben und sich von ihm führen lassen, um für Andere ein Segen zu sein, folgten sie dem Beispiel Jesus. Trotz der Qualen seines Opfertodes habe er sich immer von Gott führen lassen. In der Fußwaschung habe Jesus seinen Jüngern gedient und sei darin für alle Menschen Vorbild gewesen.
Hirte Reiner Dombrowski betonte in seinem Mitdienen am Altar seine Dankbarkeit, dass er 50 Jahre seit seiner Konfirmation die Treue zu Gott halten konnte. Er stellte die Liebe in den Mittelpunkt, die Jesus seinen Jüngern entgegen brachte und die für Menschen das schönste Gefühl ist. Auch der Nächste, der Nachbar oder der Arbeitskollege sollen sich ungeachtet von Herkunft und Gesinnung geliebt fühlen.
Bezirksältester Günter Grams legte danach den Schwerpunkt auf das Leiden und die Zuversicht. Gott habe jeden Menschen auf seinen individuellen Weg gestellt. Wenn einen dieser Weg manchmal überfordere, sei Geduld und Zuversicht nötig. Gott greife doch immer wieder überraschend ein und werde seinen Plan vollenden.
In der Abendmahlsvorbereitung sprach Bischof Ralf Flore von Jesus als den Fürsprecher der Gotteskinder. Jesus spreche bei Gott für die Menschen vor und erbitte Gnade und die Wegnahme der Schuld in der Sündenvergebung. Jesus setze sich für das Heil der Menschen auf Erden und in der Ewigkeit ein.
Nach Abschluss des Gottesdienstes waren die anwesenden Jubilare noch gebeten für ein Foto vor den Altar zu treten.
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