Am Sonntag, 17. März 2024, waren die Jugendlichen der Bezirke Bonn, Köln-Ost und Köln-West in die Kirche nach Brühl eingeladen.
Den Gottesdienst für die Jugendlichen hielt Priester Holger Gräf auf der Grundlage des Bibelverses aus Lukas 15, 18.
Kernthema des Gottesdienstes war die Vergebung und Gnade unter den Menschen und in der Beziehung zu Gott. Einstimmend und zur Erinnerung des Kontextes des Bibelverses wurde in der Bibellesung das Gleichnis vom verlorenen Sohn nach dem Lukasevangelium vorgetragen.
Eine wichtige Voraussetzung für die Gnade Gottes sei die Nächstenliebe. Diese beginne bereits im eigenen Kopf und sei am Handeln bemerkbar. Diese beinhalte auch die Bereitschaft auf das Richten und Verurteilen zu verzichten, so wie es Jesu vorlebte. Die jugendlichen Zuhörer wurden dazu angehalten, sich Jesus zum Vorbild zu nehmen und das eigene Wesen durch die rechte Gesinnung und die Einhaltung der Gebote der Liebe positiv zu beeinflussen. Die Priesterschaft im tausendjährigen Friedensreich sei das Ziel .
Im Mitdienen von Priester Marco Irrgang wurde der Fokus weiter auf die Wahrheit gelenkt, die frei mache und das sowohl vor Gott, vor sich selbst, vor Freunden oder in der Partnerschaft.
In Vorbereitung auf das heilige Abendmahl ergänzte Priester Tobias Mika, dass Gott die vollkommene Wahrheit habe und alle vielleicht noch so kleinen Fehltritte sehe und vergeben will. Gott sei barmherziger als alles Menschliche und die Freude darüber werde im heiligen Abendmahl gefeiert.
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen kleinen Brunch zur Stärkung für die Jugendlichen im Nebenraum der Kirche.
Daran anschließend waren die Jugendlichen zu einer Informations- und Austauschsrunde unter dem Titel „Bock auf Bibel“ eingeladen.
Einstieg in die Jugendstunde bildete die Frage, inwiefern die Jugendlichen die Bibel für wahr halten. Relativ schnell kristallierte sich im Diskurs heraus, dass die Bibel trotz Übersetzungsfehler und unterschiedlicher Textgattungen als Lehr- und Richtwerk Wahrheitsanspruch hat. Einige der vielen Textgattungen die mal einfacher und mal schwerer zu lesen und verstehen sind, sind Berichte, Erzählungen, Weisheitsdichtungen, Briefe, Loblieder, Prophezeiungen und Lehrdichtungen.
Als zweites sollte sich darüber ausgetauscht werden, was die Bibel nicht sei. Unter anderem wurde genannt, dass die Bibel kein Lebensplan oder Roman, kein wissenschaftliches Buch (denn Wissen zu schaffen ist ein menschliches Vorgehen) oder nicht überholt sei. Einigkeit bestand auch darüber, dass die Bibel für Menschen nicht in Gänze verständlich sei.
Im Laufe der Geschichte haben sich auch mehrere Bibelübersetzungen etabliert, die manchmal mehr oder weniger interpretieren und auslegen und so ergibt sich ein Spektrum von wörtlichen Übersetzungen bis hin zu kommunikativen Auslegungen.
Am Ende stand der Aufruf: „Gib diesem Buch die Chance, dich zu erreichen!“ und dabei können auch moderne Mittel wie Podcasts oder Online-Projekte helfen.
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