Am Sonntag, 28. Januar 2018 fand der erste Kindergottesdienst 10-14 des Jahres 2018 für alle Kinder des Bezirkes Bonn, die den Religions- und Konfirmandenunterricht besuchen, gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern der Gemeinde in Brühl statt.
Vor dem Gottesdienst konnten alle Besucher einen Wunsch für jemanden auf vorbereitete Kärtchen schreiben und nach dem Gottesdienst konnte sich jeder eine Karte nehmen, damit ihn dieser Wunsch durch den Tag und die kommende Zeit begleitet.
Zur Einstimmung auf den Gottesdienst wurde die Begebenheit der "Speisung der 5000" mit 2 Fischen und 5 Broten aus einer leicht verständlichen und zeitgemäßen Bibelübersetzung von Helene Jäger vorgelesen.
Priester Thorsten Knipp hielt den Gottesdienst mit einem Teil des 37. Bibelverses aus dem 6. Kapitel des Markusevangeliums: "Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!"
Seine Predigt begann Priester Knipp mit der Aufforderung an die Zuhörer, immer von Herzen zu danken und es nicht aus Gewohnheit oder gelernter Pflicht zu machen. Ein jeder solle Gott für das Heil seiner Seele danken. Er erklärte diesen Zusammenhang zur Bibelstelle passend am Beispiel von Brot. Sünder haben Hunger und die Sündenvergebung sei das Brot, welches den Hunger stille. Denn Jesus selber sagte von sich, er sei das Brot des Lebens. Von Gott empfange jeder das Brot des Lebens im Gottesdienst und Gott gebe es so, dass es für jeden reiche und das für jeden das Richtige dabei sei. Er habe viele verschiedene Sorten: das Brot der Liebe, des Friedens, der Freude, der Antwort auf Fragen und noch viele mehr in seinem Brotregal liegen. Wer von dem Brot empfangen habe, solle auch anderen davon abgeben. Dies könne durch ein Anlächeln anderer Menschen, die uns begegnen oder durch Besuchen von Kranken und Erzählen von Gottes Wort sein.
Nach zwei Strophen des Liedes "Gott ist die Liebe" führte Priester René Stückler die Predigt fort. Er stellte dar, dass die Speisung der 5000 ein von Gott gewirktes Wunder gewesen sei, so wie auch in jedem Gottesdienst jeder bekomme, wonach ihm verlange. Denn wer das Brot der Gnade, welches im Überfluss gegeben werde, im Herzen und im Glauben annehme, der komme zu Gott und zu Jesus.
Priester Jochen Schmitz erklärte bei seinem Mitdienen, dass es mit dem Brot Gottes genauso sei, wie im natürlichen Leben. Wenn man Hunger verspüre, dann müsse man zugreifen, damit der Hunger verschwindet. Der Hunger des Geistes, des Herzens und der Seele könne aber nicht durch Nahrungsmittel gesättigt werden. Hierzu brauche es die Liebe, Zuwendung und das Verständnis in unserem Verhältnis mit Gott. Deshalb sei auch jeder aufgefordert, beim Heiligen Abendmahl zuzugreifen - und das ganz beherzt. Auch solle jeder, wenn er in der Feier des Heiligen Abendmahles von Gott gedrückt wird, kräftig und herzlich zurück drücken. Dies stärke die Verbindung zu Gott und sei das Geistesbrot, wonach unsere Seele begehre.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Gottesdienstbesucher an einem kleinen von den Gemeindemitgliedern vorbereiteten Buffet stärken und den Gottesdienst bei lockeren Gesprächen wirken lassen. Für die Konfirmanden fand nach kurzer Pause der Unterricht im Nebenraum statt.
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