An einem sonnigen Herbstsonntag Ende September empfingen die Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde Brühl die Seniorinnen und Senioren aus den neuapostolischen Gemeinden des Bezirks Bonn zu einem speziell für die Altersgruppe ab 55 Jahren vorgesehenen Gottesdienst.
Der Gottesdienst wurde von Bezirksältesten Günter Grams gehalten, der im Predigtteil von seinem Stellvertreter Hirte Günter Felsner, der einige Jahre Gemeindevorsteher der Gemeinde Brühl war sowie von Priester Sascha Neger - Vorsteher der Gemeinde Hennef - unterstützt wurde.
Als Grundlage dienten dem Gottesdienst die Bibelverse 36 und 37 aus dem zweiten Kapitel des Lukasevangeliums:
"Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht."
Hannas Leben sei kein leichtes Leben gewesen. Hochbetagt und verwitwet habe sie in ihrem Leben sicher so manche Widrigkeit erlebt. Trotzdem lasse sich ihr Leben als "Erfolgsstory" bezeichnen, denn trotz aller Schwierigkeiten habe sie sich immer zum Tempel gehalten, habe die Nähe zu Gott, aber auch zu ihren Mitgläubigen gesucht und sei beständig im Beten und im Fasten geblieben.
Das Beten diene auch als Standortbestimmung, bei der sich der Mensch über seine Beziehung zu Gott klar werden könne. Ohnehin sei es wertvoll, das eigene Leben mit dem Fokus auf den Glauben zu betrachten. Dann begreife man auch, dass Rückschläge im Leben der Entwicklung dienen können.
Bei Fasten gehe es nicht einfach darum, mal nicht zu essen, sondern es beinhalte, Dinge nicht zu tun, die man zwar tun könnte, die aber nicht wirklich etwas Gutes bewirken würden. Als konkretes Beispiel wurden hier die Veränderungen innerhalb der Kirche genannt, die nicht unbedingt von jedem als Verbesserung empfunden werden könnten. Hier könne es sinnvoll sein, auf das Klagen zu verzichten und stattdessen für andere - besonders für junge - Menschen in der Gemeinde als Vorbild zu dienen.
Hanna selbst sei mit ihrer Beständigkeit im Glauben belohnt worden, indem sie als einer der ersten Menschen dem jungen Jesus Christus begegnen durfte.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von einem speziell für diesen Anlass gebildeten Chor, der von Hirte i.R. Dieter Marks dirigiert wurde.
Gemeinschaft miteinander konnten die Anwesenden im Anschluss an den Gottesdienst bei Kaffee, Kuchen und auch deftigeren Leckereien und natürlich im lebhaften gemeinsamen Gespräch halten.
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